Über Macht, Gewalt und Herrschaft - Worum geht es eigentlich?

Macht Gewalt Herrschaft
Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.

Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie (1925). Tübingen: Mohr 1980, S. 28.
Mit dem Wort G.[ewalt] wird der Einsatz von Machtmitteln, also von Zwangsmethoden, bei der Interessendurchsetzung von Menschen, Klassen und Staaten gegen den Willen anderer bezeichnet [...]

Europäische Enzyklopädie zu Philosophie und Wissenschaften. Hg. von Hans-Jörg Sandkühler. Band 3. Hamburg: Meiner 1990, S. 115.

Herrschaft soll heißen die Chance, für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden.

Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie (1925). Tübingen: Mohr 1980, S. 28.
Über Macht verfügt niemals ein Einzelner; sie ist im Besitz einer Gruppe und bleibt nur solange existent, als die Gruppe zusammenhält. Wenn wir von jemand sagen, er "habe die Macht", heißt das in Wirklichkeit, dass er von einer bestimmten Anzahl von Menschen ermächtigt ist, in ihrem Namen zu handeln. In dem Augenblick, in dem die Gruppe, die den Machthaber ermächtigte und ihm die Macht verlieh [...] auseinandergeht, vergeht auch "seine Macht".

Hannah Arendt: Macht und Gewalt. 6. Auflage. München, Zürich: Piper 1987, ~S.45.
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